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Besetztes Haus in der Ferdinandstr. in Köln Deutz geräumt [16.02.2017]

Vielen Dank an alle die uns Erfolg gewünscht und unterstützt haben! Bevor wir den Tag reflektiert und analysiert haben, verweisen wir für Infos erst einmal auf die regionale Presse:

Express Köln vom 16.02.2017:
„Auf der Ferdinandstraße Poilzei räumt besetztes Haus in Köln-Mülheim

„Köln – Am Donnerstagvormittag hatten Wohnungslose und ihre Unterstützer einen Altbau an der Ferdinandstraße in Köln-Mülheim besetzt. Am Nachmittag dann die Räumung, eine Hundertschaft der Polizei räumte das besetzte Haus. Die Hauseigentümerin hatte bei der Polizei Anzeige erstattet. Das Gebäude mit der Hausnummer 6 steht ebenso wie das Nachbarhaus seit etwa einem halben Jahr leer und soll verkauft werden.

QUARTIER DROHE LUXUSSANIERUNG

„Es droht die Luxussanierung”, begründeten die Hausbesetzer ihre Aktion. Die Ferdinandstraße und das umliegende Gründerzeit-Quartier seien durch die geplante Neubebauung des KHD Geländes akut von steigenden Mieten bedroht, die zur Verdrängung der alteingesessenen Mieter führe.

Hinter der Besetzung steht der Verein „Soziales Wohnen.eV.i.G.“ Die Aktivisten seien durch Flüchtlinge, die in einem anderen Haus des verstorbenen Eigentümers lebten, auf den Leerstand aufmerksam geworden. Die Besetzer haben der Stadt nach eigenen Angaben ein Konzept zur Realisierung von bezahlbaren Wohnraum in der Ferdinandstraße vorgelegt.

Wie EXPRESS vor Ort erfuhr, standen die Hausbesetzer bereits in Kontakt mit der Stadt. Diese soll nach Vorstellungen der Aktivisten das Haus kaufen, das eine Kanadierin geerbt haben soll.

Auch eine Anmietung seitens des Vereins kommt den Hausbesetzern zufolge in Betracht, um bezahlbaren Wohnraum für Bedürftige zur Verfügung zu stellen.

Die Aktivisten wollen in den 16 Parteien der zwei Gebäude, die zuletzt als Studentenwohnheim gedienet hatten, Selbsthilfe-Wohngruppen für Bedürftige einrichten. „Jeder ist eingeladen. Hauptsache die Leute bringen sich ein und arbeiten mit“, sagt eine Aktivisten. Nun warten sie auf die Reaktion der Stadt Köln.

STADT WILL NICHT KAUFEN

Die Stadt zeigte am Nachmittag eine klare Haltung! Der Forderung der Aktivisten, das Haus zu kaufen, will sie nicht nachkommen. Sprecherin Sabine Wotzlaw sagt: „Das Wohnungsamt ist von den Aktivisten gebeten worden mit der Anwältin der Erbin Kontakt aufzunehmen. Dieser Bitte ist unser Wohnungsamt nicht nachgekommen, da ein Erwerb der Liegenschaft durch die Stadt ausgeschlossen ist.“

Darüber seien die Aktivisten von Wohnungsamtsleiter Josef Ludwig informiert worden.“

Quelle: http://www.express.de/25747652

Einladung zu Glühwein vor der Zülpi, am Samstag den 10.12. ab 13 Uhr

Liebe Leute, kommendes Wochenende jährt sich die Besetzung der Zülpicherstr. 290 und der Joseph- Stelzmanstr. 2a. Das feiern wir gebührend und laden alle dazu ein. Schließlich haben sich viele von uns seit dem Sommer nicht mehr gesehen und sicherlich gibt es einiges zu erzählen.

Seit der Beendigung der Besetzung flog die Zeit nur so vorbei. Unsere Erinnerung ist aber noch frisch:

Im Juli diesen Jahres kam es zu einer Einigung zwischen den Besetzer*innen, der Wohnungsamt und Hausverwalter Joisten. Für die nächsten 30 Jahre soll günstiger Wohnraum in beiden Häusern entstehen: normale Wohnungen für Geflüchtete in der Zülpi, gemeinschaftliches Wohnen in der Stelze. Daraufhin wurde die Besetzung im Juli beendet.

Die Stadt plant die Nutzung der Wohnungen bereits Anfang 2017, das gemeinschaftliche Wohnprojekt soll im Juni 2017 einziehen können. Außerdem steht der Vorschlag im Raum, im ehemaligen Ladenlokal des Umsonstladens in der Zülpi, ein Soziales/Nachbarschafts/Zentrum einzurichten. Ein Nutzungskonzept besteht bereits, ebenso Ideen dazu aus dem Stadtteil und aus dem Kreis der ehemaligen Besetzer*innen.

Wir erinnern uns gut daran, dass Hausverwalter Joisten bereits in den Startlöchern stand, um im Sommer mit den Sanierungsarbeiten beginnen zu können. Der Wohnraum in beiden Häusern sollte schnell wieder hergestellt werden.

Nun interessiert uns natürlich brennend, wie es um den Fortschritt der Sanierungsarbeiten in beiden Häusern bestellt ist. Mittlerweile ist fast ein halbes Jahr vergangen und bis auf einen Bauschuttcontainer scheint sich in beiden Häusern nicht viel zu bewegen. Logischerweise fragen wir uns, was da lost ist? Was ist aus dem Versprechen seitens der Hausverwaltung geworden?

Ein paar Becher Glühwein werden also eine willkommene Gelegenheit bieten, uns darüber zu auszutauschen.

Wir freuen uns riesig auf ein Wiedersehen in und mit Sülz.

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Zülpi fietst naar Amsterdam – Infoabend und Essen // Wohnraum für Alle + KoZe @ Joe’s Garage

Liebe Leute, am letzten Oktober Wochenende fahren wir nach Amsterdam und treffen dort unsere Freunde vom sozialen Zentrum Joe’s Garage und Leute vom KoZe in Hamburg. Im Februar hat Joe’s ein schönes Soli-Poster für die Zülpi gemacht, das hier zu sehen ist, sowie im Oktober Program.

Am Samstag den 29.10 machen wir zusammen einen Infoabend zun den Geschehnissen des letzten Jahres und freuen uns auf gegenseitigen Austausch.

Ausserdem werden wir eine Reihe von Projekten und Initiativen besuchen, die mit Hilfe der Amsterdamer Kraakbeweging in den letzten Jahren und Jahrzenten entstanden sind. Einen kleinen Einblick findet ihr bereits in dem Artikel, den wir zur Vorführung des Films „De Stad was van ons“ in der Zülpi geschrieben haben.

Von der Reise werden wir sicherlich einiges berichten. Kraken gaat door, wie es so schön heisst….

PS: der Infoabend in Joe’s ist auch im Radar Kalender zu finden.

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Soli Kalender jetzt erhältlich

Kalender Preview

Street-Art Soli-Kalender jetzt erhältlich. Wir haben für euch einen super-schicken Kalender zusammengestellt, damit seid ihr bestens für 2017 gerüstet (und auch ein tolles Geschenk). Die Einnahmen fließen direkt in die Gerichtskosten und weitere Aktionen.

Erhältlich ist der Kalender bei: „Der Andere Buchladen“, Ubierring 42, 50678 Köln
und bei den kommenden Veranstaltungen (wir werden unter anderem in Hamburg, Amsterdamm, Aachen über den Kölner Häuserkampf berichten)!

Trailer „Hilfe, mein Veedel hat Gentrifizierung“

Am 24.07 haben wir das Straßen-Theaterstück: „Hilfe, mein Veedel hat Gentrifizierung“ vor dem Kartäuserwall 14 aufgeführt. Dafür haben wir die Straße sperren lassen. Die Polizei war mit schätzungsweise 20 Wagen angerückt, hielt sich aber während der Aufführung im Hintergrund.

Wir danken den über 200 Zuschauer*innen, welche sich unsere Aufführung angesehen haben. Der große Applaus und die vielen lieben Glückwünsche, haben uns gezeigt, dass es euch gefallen hat. Daher versuchen wir einen Termin für eine zweite Aufführung zu finden. Außerdem werden wir die Videos hochladen. Bis dahin gibt es erstmal einen Kurz-Clip!

Ein liebes Dankeschön für die Unterstützung geht auch an: das AZ Köln, die Kat18, die Lotta, die Evangelische Kirchengemeinde Köln, Bezirk Luther-Süd, sowie den vielen Menschen, die außerdem dabei mitgeholfen haben.

Zu guter Letzt, noch der Hinweis auf einen Pressebericht zum Theaterstück:

In einem rund 30-minütigen Stück brachten die Laiendarsteller ein unterhaltsames Stück auf die Bühne, das allen Altersklassen ihre Botschaft überbrachte: Wohnraum für alle und vor allem Häuser denen, die drin wohnen“.

http://www.koelner-wochenspiegel.de/rag-kws/docs/1349550/innenstadt-nord

 

 

Erstes Verfahren gegen Hausbesetzer vom Kartäuserwall eingestellt!

Erfolg vor Gericht – das Verfahren gegen ersten angeklagten Hausbesetzer wurde eingestellt!

Vielen Dank an die ca. 50 Unterstützer*innen, welche den Prozess beobachtet haben. Nicht die Hausbesetzungen gehören kriminalisiert, sondern die tagtäglich stattfindende Ausbeutung und Ausgrenzung von Mieter*innen und Wohnungssuchenden.

Wir hoffen das, dass Urteil auch auf die anderen Prozesse eine Signalwirkung haben wird. Solidarität ist eine Waffe 🙂

Aus dem Kölner Stadtanzeiger:

„Das Haus stand zur Zeit des Eindringens keiner anderen Nutzung zur Verfügung“, wies Richter Vollmar die Anzeige des Hausverwalters wegen Hausfriedensbruchs zurück. „Der Hausfrieden, der zu schützen ist, ist für mich nicht erkennbar.“

Auf Dauer reichen da einzelne Besetzungen nicht aus.“ Katharina Kaecke vom Aktionsbündnis verurteilt die „Kriminalisierung von Menschen mit Zivilcourage“ und spricht von einer „Bankrotterklärung“, gesetzlich nicht imstande zu sein, aus Leerstand bezahlbaren Wohnraum zu machen.

Antonella Montag hatte erfolglos gegen die Räumung geklagt. Sie und ihr Mann blieben auf mehr als 20.000 Euro Gerichtskosten sitzen. Den Verlust der alten Wohnung, die sie auf eigene Kosten saniert hatte, kann sie nicht verkraften. „Ich wohne da, aber es ist nicht mein Zuhause.“

Zahlte sie zuvor für 140 Quadratmeter 720 Euro warm, sind es in ihrer neuen Bleibe in der Südstadt nun 1600 Euro für 140 Quadratmeter. Kommende Woche steht der nächste Aktivist vor Gericht. Er ist noch jugendlich.

– Quelle: http://www.ksta.de/24537686 ©2016

Kriminalisierung des Wohnraumkampfes und Prozesstermin

Die Kriminalisierung von Wohnraumaktivist*innen nimmt seinen Lauf. Vor ca. drei Wochen wurden Strafbefehle gegen die geräumten Aktivist*innen des Kartäuserwall 14 erlassen. Im September letzten Jahres besetzten mehrere Aktivist*innen ein Haus in der Kölner Südstadt, um gegen den Abriss des völlig intakten Hauses und die Vertreibung der Bewohner*innen zu protestieren. Zuvor wurde eine Familie nach 28 Jahren zwangsgeräumt. https://linksunten.indymedia.org/de/node/152174

Nun wird insgesamt 10 Aktivist*innen gemeinschaftlicher Hausfriedensbruch vorgeworfen. Nachdem Widerspruch gegen die Strafbefehle eingelegt wurde, steht nun der erste Prozesstermin gegen einen Aktivisten an. Am kommenden Mittwoch findet dieser im Amtgericht Köln statt. Weitere Prozesse werden wahrscheinlich folgen. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Amtsgericht Köln

10.08.16  12:30 Uhr

Erdgeschoss, Sitzungssaal 15

Luxemburgerstr. 101

Wir treffen uns um 11:45 Uhr vor dem Haupteingang, um gemeinsam den Prozess zu begleiten und unsere Solidarität mit dem Betroffenen zu zeigen.

++++Kommt zahlreich!!!++++

Solidarität ist eine Waffe!!!

Kartäuserwall ist überall!!!

Kartäuserwall 14 erneut besetzt – Grillen gegen Gentrifizierung

Nachdem die Baugitter verschwanden strömten Nachbar*innen und Unterstützer*innen auf die Brache und eröffneten einen selbstorganisierten Biergarten. Mit bis zu 60 Gästen war das Gelände gut besucht. Die Polizei rückte mit mehreren Fahrzeugen an, war von der Guerilla-Gastronomen-Aktion, aber sichtlich überfordert und zog unverrichteter Dinge ab. So konnten die Teilnehmenden ungestört, den Tag mit vegetarischem Grillen, Live-Musik und Kölsch ausklingen lassen.

Dennoch hatte die Aktion einen ernsten Hintergrund. Kürzlich gingen Briefe der Staatsanwaltschaft bei einigen der Aktivist*innen aus der Hausbesetzung vom Kartäuserwall (04.09.2015 – 01.10.2015)[1] ein. So war es auch eine Protestaktion dagegen, dass es legal ist Häuser zu kaufen, um die Mieter*innen zu vertreiben und dass es kriminell sein soll, günstigen Wohnraum vor der Zerstörung zu retten. „Es sind die Investoren, Spekulanten und Miethaie, welche den Hausfrieden brechen“ so Brigitte Setzt.Die Aktivistinnen verlangen, dass wieder günstiger Wohnraum auf dem Grundstück entsteht und die Strafanzeigen fallengelassen werden.

Für den 24.07.2016, um 15 Uhr ist vor dem Kartäuserwall 14 eine Kundgebung gegen Gentrifizierung angemeldet. In einem selbstorganisierten Straßentheaterstück soll die Geschichte der Verdrängung der Familie und die anschließende Hausbesetzung dargestellt werden.

Die Aktivist*innen setzen sich auch weiterhin für eine solidarische Stadt von Unten ein. Sie wollen der Gentrifizierung, Wohnungsnot und dem sich ausbreitenden Rassismus, solidarische Orte entgegensetzen und diese verteidigen.

Heute war nicht aller Tage, wir kommen wieder keine Frage.
+++ Wohnraum für alle – Kartäuserwall ist überall +++

Ihr konnt unseren Kampf um günstigen Wohnraum auch finanziell unterstützen:
Spendenkonto
Wohnen und Leben.eV
IBAN: DE82 4306 09674045 6993 01
BIC: GEN0DEM1GLS

Theater-Inszenierung: Hilfe, mein Veedel hat Gentrifizierung

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Hilfe, mein Veedel hat Gentrifizierung
– der Hüstenanfall –

politisches Straßentheater am 24.07.2016, um 15:00 Uhr
vor der Brache des Kartäuserwall 14, Köln-Südstadt

Wohnraum in der Südstadt wird immer teurer. Im Rausch des großen Geldes, werden Häuser aufgekauft und die langjährigen Mieter*innen vertrieben.
Anfang September traf es eine Familie im Kartäuserwall. Sie mussten ausziehen, um Platz für Luxus-Neubauten zu machen. Um den Abriss zu verhindern und günstigen Wohnraum zu erhalten, wurde das Haus besetzt. Nach fast einem Monat räumte jedoch die Polizei das Gebäude.

Eine Laientheater-Inszenierung, vor der Brache, erzählt die Geschichte der Verdrängung und des Widerstandes gegen die Gentrifizierung.

Kartäuserwall ist überall
Wohnraum für alle

ps. Kuchen/ Getränkespenden sind am Tag der Aufführung sehr willkommen!

—————————–

Spendenkonto: Wohnen und Leben e.V
IBAN: DE82 4306 0967 4045 6993 01
BIC: GENODEM1GLS

Flyer und Poster zum weiterverbreiten:

Flyer_Theater_S

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PE: Hausbesetzung Zülpicher Str. nach Vertragsunterzeichnung aufgelöst – Repression gegen Besetzer*innen

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Presseerklärung vom 12.07.2016

 

Genau 7 Monate lang wurden die Häuser der Zülpicher Str. 290 und der Josef-StelzmannStr. 2a besetzt. Gestern dem 11.07.2016 wurde nach Abschluss eines Vertrages, zwischen dem Verein der Besetzer*innen und der Stadt Köln,welcher die zukünftige Anmietung der Josef-Stelzmann Str. 2a durch einen Verein regelt, die Hausbesetzung selbstständig aufgelöst.

Die Aktivist*innen gehen davon aus, dass die Sanierung durch Hausverwalter Egon Joisten zeitnah erfolgt. Bis zur Fertigstellung wird den wohnungslosen Besetzer*innen von der Stadt Ersatzwohnraum zur Verfügung gestellt.Nach der Sanierung wird die Josef-Stelzmann Str. 2a ein selbestverwaltetes Wohnprojekt mit eigenem Ladenlokal für unkommerzielle, nachbarschaftliche und politische Angebote. Der Mietpreis für die Josef-Stelzmann Str. beträgt 6,25€/m² und die Vertragslaufzeit 30 Jahre. In der Zülpicher Str. 290 werden 16 Wohnungen für Geflüchtete und eine Beratungsstelle entstehen. Das größte Ladenlokale wird an eine Pommesbude vermietet.Die Hausbesetzung war ein wichtiger Erfolg, im Kampf gegen die Wohnungsnot in Köln.

Zugleich erreichten Briefe der Staatsanwaltschaft einige der Aktivist*innen aus der Hausbesetzung Kartäuserwall 14. Wir gehen davon aus das in der nächsten Zeit weitere Schreiben verschickt werden. Nicht nur in Anbetracht der erfolgreichen Hausbesetzung in der Zülpicher Str. (welche von Vertretern der Politik und Stadt als „effektiver Weg“ den Leerstand zu beenden gelobt wurde), ist die Kriminalisierung dieser politischen Aktionsform absurd. Wo früher im Kartäuserwall14, günstiger Wohnraum und 27 Jahre das geliebte Zuhause einer Familie war, klafft bis heute eine Baulücke. Auch in der Rolshoverstr. 98 (am 02.10.2015 durch Aktivist*innen besetzt) wurde günstiger Wohnraum vernichtet. Seit Anfang März ist die Baustelle von den Behörden still gelegt.
Die Repression von Polizei und Justiz richtet sich gegen jene Menschen, welche für günstigen Wohnraum kämpfen, anstatt gegen die, welche ihn aus Profitgründen vernichten.

Um an die Geschichte der Vertreibung einer Familie aus ihrem Zuhause und der anschließenden Besetzung zu  erinnern, inszenieren wir ein selbstorganisiertes Laien Theaterstück. Dieses wird am 24.07.2016, um 15:00 Uhr, vor der Brache des Kartäuserwall 14 aufgeführt.

Hintergrund:

Derjetzige Erfolg ist der bisherige Höhepunkt der Stadtbewegung, welchefür günstigen Wohnraum und gegen die Verdrängung von Mieter*innenaus ihren Veedeln kämpft. Zuvor wurde am 02.09.2015 der Kartäuserwall 14 in der Südstadt besetzt. Hier kündigte die Hüsten Gewerbepark GmbH der dort lebenden Familie, mit der Begründung dassie ein „ein Hindernis für die angemessene wirtschaftliche Verwertung“ darstellt. Am 01.10.2015 wurde das Haus durch die Polizei geräumt und kurze Zeit später abgerissen. Bis heute ist dort eine Brache. Am 02.10.2015 wurde die Rolshover Str. 98 besetzt, nachdem den Bewohner*innen zum 30.09.2015 gekündigt wurde, um Platz für die geplante Luxussanierung zu machen.

Das sind keine Einzelfälle. Köln hat bereits die teuersten Mieten in NRW, die Spekulation mit Grundstücken und Häusern nimmt immer weiter zu. Es ist trauriger Alltag das Menschen aus ihren Veedeln vertrieben werden, immer mehr vom Einkommen für die Miete draufgeht, während Geflüchtete in prekären Massenunterkünften leben müssen. Konkurrenzkampf um die wenigen erschwinglichen Wohnungen nimmt immer weiter zu. Gleichzeitig werden große Flächen für Luxus-Siedlungen verwendet.

Wir erleben, wie die soziale Spaltung, immer tiefere Gräben in die Gesellschaft reißt und zu einer fortschreitenden Entsolidarisierung führt. Es sind die gleichen Risse in Köln, welche auch Deutschland, Europa und der Welt erzittern lassen.

Die Hausbesetzung und deren erfolgreicher Abschluss zeigt, dass es auchanders gehen kann. Wohnraum muss nicht der Profitmaximierung dienen. Wohnraum für alle! Soli-Grüße an den bedrohten Wagenplatz „Wem gehört die Welt“, dem Hambacher Forst, das LIZ Bonn, das OM10 in Göttingen, das KoZe in Hamburg, das alte Sportamt in Bremen, die Rigaer Str. 94, M99 und Potse in Berlin und alle anderen selbstverwalteten Projekte!

Wir machen weiter! Solidarische Räume errichten und verteidigen!

Spendenkonto:
Wohnen und Leben.ev
IBAN: DE82 4306 09674045 6993 01
BIC: GENODEM1GLS

http://karti14.noblogs.org/
www.facebook.com/WohnraumFuerAlleKoeln

Die ehemaligen Besetzer*innen der Zülpicher Str. 290/Josef-Stelzmann Str. 2a