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Demo am 17.06 – Bündnis gegen Verdrängung

AUFRUF zur Demonstration:
Das Problem heißt Verdrängung!

Steigende Mieten vertreiben Tausende an die Ränder der Stadt. Unzählige Menschen werden für Luxussanierungen entmietet und zwangsgeräumt. Soziale, kulturelle, ökologische und antirassistische Projekte wie z.B. das Autonome Zentrum, die Wagenplätze und subversive Kunsträume sind existenziell bedroht. Nach den Plänen der Stadtverwaltung sowie privater Investor_innen haben sie keinen Platz mehr im Köln von morgen. Doch damit nicht genug: Kinder, für welche die Stadt versäumt hat, rechtzeitig Schulen zu bauen. Geflüchtete, die monatelang in Turnhallen leben. In die Wohnungslosigkeit getriebene Menschen, die in Parks und Straßen völlig schutzlos leben und zehntausende fehlende Sozialwohnungen. All das während alleine 430.000 m² Bürofläche leer stehen. Städtische Flächen, Gebäude und Infrastruktur werden privatisiert oder abgerissen und damit einer sozialen Verwendung entzogen. An diesen Entwicklungen zeigt sich wie Verdrängung gefördert wird, durch eine neoliberale und kapitalistische Stadtpolitik, die an den Bedürfnissen und Interessen der Menschen vorbei zielt.

Diese Missstände wurden in den letzten Jahren nicht unwidersprochen hingenommen: ob durch wehrhafte Mieter_innen, ausdauernde Kämpfe für den Erhalt von Freiräumen wie dem Autonomen Zentrum oder den Wagenplätzen, rebellierende Elterninitiativen, Initiativen für menschenwürdiges Wohnen Geflüchteter, Kampagnen gegen Zwangsräumungen, Hausbesetzungen oder selbstorganisierte Aneignungen öffentlicher Räume wie bspw. Fahrraddemonstrationen oder Urban Gardening.

Doch an einer gemeinsamen Stimme hat es bisher gefehlt. Unser Bündnis setzt sich nun zum Ziel, alle diese Interessengruppen zusammenzubringen. Wir wollen versuchen, unsere stadtpolitischen Anliegen zusammen zu denken, und machen deutlich: wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen! Die zunehmende Verdrängung von Menschen aus dem öffentlichen Raum oder ihrem sozialen Umfeld ist inakzeptabel! Durch unseren Zusammenschluss wollen wir uns innerhalb der Stadtgesellschaft und in der politischen Debatte deutliches Gehör verschaffen!

Wir werden am 17.06.2017 unserer Forderung für eine solidarische Gesellschaft Nachdruck verleihen. Wir kämpfen für eine lebenswerte und emanzipatorische Stadt! Für Selbstbestimmung, Selbstorganisierung und für unkommerzielle Freiräume, in denen vielfältige Formen des Zusammenlebens ausprobiert werden können!

Die Antwort auf Vereinzelung heißt Solidarität!

Unterzeichnet von:
Allerweltshaus e.V.
Antifaschistische Koordination Köln und Umland AKKU
Antifaschistische Gruppe CGN
Autonomes Zentrum Köln
Baustelle Kalk e.V.
Café Kollektiv Fatsch
Feministischer Arbeitskreis Köln
Gold + Beton (Kunstgalerie)
Initiative Güterbahnhof Mülheim
Karthäuserwall ist überall
KLUBKOMM – Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V.
Recht auf Stadt Köln
Recht auf Stadt Aachen
Schalten & Walten (Kunst- und Projektraum)
Sommerblut Kulturfestival e.V.
Trash Chic (Kneipe)
Wagenplatz Wem Gehört Die Welt
Wohnen Wagen!
Wohnraum für Alle
Einzelpersonen

Einladung zu Glühwein vor der Zülpi, am Samstag den 10.12. ab 13 Uhr

Liebe Leute, kommendes Wochenende jährt sich die Besetzung der Zülpicherstr. 290 und der Joseph- Stelzmanstr. 2a. Das feiern wir gebührend und laden alle dazu ein. Schließlich haben sich viele von uns seit dem Sommer nicht mehr gesehen und sicherlich gibt es einiges zu erzählen.

Seit der Beendigung der Besetzung flog die Zeit nur so vorbei. Unsere Erinnerung ist aber noch frisch:

Im Juli diesen Jahres kam es zu einer Einigung zwischen den Besetzer*innen, der Wohnungsamt und Hausverwalter Joisten. Für die nächsten 30 Jahre soll günstiger Wohnraum in beiden Häusern entstehen: normale Wohnungen für Geflüchtete in der Zülpi, gemeinschaftliches Wohnen in der Stelze. Daraufhin wurde die Besetzung im Juli beendet.

Die Stadt plant die Nutzung der Wohnungen bereits Anfang 2017, das gemeinschaftliche Wohnprojekt soll im Juni 2017 einziehen können. Außerdem steht der Vorschlag im Raum, im ehemaligen Ladenlokal des Umsonstladens in der Zülpi, ein Soziales/Nachbarschafts/Zentrum einzurichten. Ein Nutzungskonzept besteht bereits, ebenso Ideen dazu aus dem Stadtteil und aus dem Kreis der ehemaligen Besetzer*innen.

Wir erinnern uns gut daran, dass Hausverwalter Joisten bereits in den Startlöchern stand, um im Sommer mit den Sanierungsarbeiten beginnen zu können. Der Wohnraum in beiden Häusern sollte schnell wieder hergestellt werden.

Nun interessiert uns natürlich brennend, wie es um den Fortschritt der Sanierungsarbeiten in beiden Häusern bestellt ist. Mittlerweile ist fast ein halbes Jahr vergangen und bis auf einen Bauschuttcontainer scheint sich in beiden Häusern nicht viel zu bewegen. Logischerweise fragen wir uns, was da lost ist? Was ist aus dem Versprechen seitens der Hausverwaltung geworden?

Ein paar Becher Glühwein werden also eine willkommene Gelegenheit bieten, uns darüber zu auszutauschen.

Wir freuen uns riesig auf ein Wiedersehen in und mit Sülz.

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Zülpi fietst naar Amsterdam – Infoabend und Essen // Wohnraum für Alle + KoZe @ Joe’s Garage

Liebe Leute, am letzten Oktober Wochenende fahren wir nach Amsterdam und treffen dort unsere Freunde vom sozialen Zentrum Joe’s Garage und Leute vom KoZe in Hamburg. Im Februar hat Joe’s ein schönes Soli-Poster für die Zülpi gemacht, das hier zu sehen ist, sowie im Oktober Program.

Am Samstag den 29.10 machen wir zusammen einen Infoabend zun den Geschehnissen des letzten Jahres und freuen uns auf gegenseitigen Austausch.

Ausserdem werden wir eine Reihe von Projekten und Initiativen besuchen, die mit Hilfe der Amsterdamer Kraakbeweging in den letzten Jahren und Jahrzenten entstanden sind. Einen kleinen Einblick findet ihr bereits in dem Artikel, den wir zur Vorführung des Films „De Stad was van ons“ in der Zülpi geschrieben haben.

Von der Reise werden wir sicherlich einiges berichten. Kraken gaat door, wie es so schön heisst….

PS: der Infoabend in Joe’s ist auch im Radar Kalender zu finden.

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Kartäuserwall 14 erneut besetzt – Grillen gegen Gentrifizierung

Nachdem die Baugitter verschwanden strömten Nachbar*innen und Unterstützer*innen auf die Brache und eröffneten einen selbstorganisierten Biergarten. Mit bis zu 60 Gästen war das Gelände gut besucht. Die Polizei rückte mit mehreren Fahrzeugen an, war von der Guerilla-Gastronomen-Aktion, aber sichtlich überfordert und zog unverrichteter Dinge ab. So konnten die Teilnehmenden ungestört, den Tag mit vegetarischem Grillen, Live-Musik und Kölsch ausklingen lassen.

Dennoch hatte die Aktion einen ernsten Hintergrund. Kürzlich gingen Briefe der Staatsanwaltschaft bei einigen der Aktivist*innen aus der Hausbesetzung vom Kartäuserwall (04.09.2015 – 01.10.2015)[1] ein. So war es auch eine Protestaktion dagegen, dass es legal ist Häuser zu kaufen, um die Mieter*innen zu vertreiben und dass es kriminell sein soll, günstigen Wohnraum vor der Zerstörung zu retten. „Es sind die Investoren, Spekulanten und Miethaie, welche den Hausfrieden brechen“ so Brigitte Setzt.Die Aktivistinnen verlangen, dass wieder günstiger Wohnraum auf dem Grundstück entsteht und die Strafanzeigen fallengelassen werden.

Für den 24.07.2016, um 15 Uhr ist vor dem Kartäuserwall 14 eine Kundgebung gegen Gentrifizierung angemeldet. In einem selbstorganisierten Straßentheaterstück soll die Geschichte der Verdrängung der Familie und die anschließende Hausbesetzung dargestellt werden.

Die Aktivist*innen setzen sich auch weiterhin für eine solidarische Stadt von Unten ein. Sie wollen der Gentrifizierung, Wohnungsnot und dem sich ausbreitenden Rassismus, solidarische Orte entgegensetzen und diese verteidigen.

Heute war nicht aller Tage, wir kommen wieder keine Frage.
+++ Wohnraum für alle – Kartäuserwall ist überall +++

Ihr konnt unseren Kampf um günstigen Wohnraum auch finanziell unterstützen:
Spendenkonto
Wohnen und Leben.eV
IBAN: DE82 4306 09674045 6993 01
BIC: GEN0DEM1GLS

Theater-Inszenierung: Hilfe, mein Veedel hat Gentrifizierung

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Hilfe, mein Veedel hat Gentrifizierung
– der Hüstenanfall –

politisches Straßentheater am 24.07.2016, um 15:00 Uhr
vor der Brache des Kartäuserwall 14, Köln-Südstadt

Wohnraum in der Südstadt wird immer teurer. Im Rausch des großen Geldes, werden Häuser aufgekauft und die langjährigen Mieter*innen vertrieben.
Anfang September traf es eine Familie im Kartäuserwall. Sie mussten ausziehen, um Platz für Luxus-Neubauten zu machen. Um den Abriss zu verhindern und günstigen Wohnraum zu erhalten, wurde das Haus besetzt. Nach fast einem Monat räumte jedoch die Polizei das Gebäude.

Eine Laientheater-Inszenierung, vor der Brache, erzählt die Geschichte der Verdrängung und des Widerstandes gegen die Gentrifizierung.

Kartäuserwall ist überall
Wohnraum für alle

ps. Kuchen/ Getränkespenden sind am Tag der Aufführung sehr willkommen!

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Spendenkonto: Wohnen und Leben e.V
IBAN: DE82 4306 0967 4045 6993 01
BIC: GENODEM1GLS

Flyer und Poster zum weiterverbreiten:

Flyer_Theater_S

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